Gunnar Voß

Wiss. Mitarbeiter:in

Gunnar Voß

Zschokkestr. 32, 39104 Magdeburg, G40-356

Studium:

  • 2013 bis 2020: Studium der Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Akademischer Werdegang:

  • ab 2026: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Projekt „HoPsy" - Hochschulstrukturen und psychische Gesundheit: Die Bedeutung individueller und institutioneller Faktoren für die psychische Gesundheit Studierender
  • 2021 bis 2025: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Magdeburg-Stendal im Projekt „h2d2 - didaktisch und digital kompetent Lehren und Lernen“ - Begleitforschung

Herausgeberschaft

  • Voß, Gunnar; Hajji, Rahim; König, Lisa (Hrsg.) (2025). Design-Based (Implementation) Research – Innovative Lösungen für das Lernen und Lehren an Hochschulen. die hochschullehre - Themenheft 2025. Bielefeld: wbv. https://doi.org/10.3278/HSLT2403W

Zeitschriftenartikel 

  • Voß, Gunnar; Hajji, Rahim; König, Lisa (2025). Design-Based (Implementation) Research - Innovative Lösungen für das Lernen und Lehren an Hochschulen. Editorial. die hochschullehre, Jahrgang 11/2025. S. 1–7. https://doi.org/10.3278/HSL2443W
  • Voß, Gunnar; Bönninger, Yvonne; Mählitz-Galler, Elke; Merkle, Anne F.; Wagnerberger, Dorothea; von Velsen-Zerweck, Beate & Herzog, Michael A. (2025). Wissenstransfer und Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis. Eine Fallstudie zur Gestaltung der Praxis-Innovation-Plattform mit dem Design-Based Implementation Research Ansatz. die hochschullehre, Jahrgang 11/2025. S. 8–22. https://doi.org/10.3278/HSL2444W
  • Voß, Gunnar & Hajji, Rahim (2025). Developing design principles for digital learning platforms for qualitative social research. die hochschullehre, Jahrgang 11/2025. S. 125–138. https://doi.org/10.3278/HSL2452W
  • Scorna, Ulrike; Domine, Isabel; Schäfer, Jessica; Voß, Gunnar; Hajji, Rahim (2025): Multidisziplinarität, Interdisziplinarität und Transdisziplinarität. Formen kollaborativen Forschens im Rahmen von Design-Based Research Projekten. die hochschullehre, Jahrgang 11/2025. S. 167–180. https://doi.org/10.3278/HSL2455W
  • Ziegler, Paula; Hajji, Rahim; Voß, Gunnar (2023): Die Lebenszufriedenheit von Geflüchteten in Deutschland – auch eine Frage von Aufnahmelandbedingungen, Assimilation und Zugehörigkeit? In: Prävention und Gesundheitsförderung, 19, S. 189–197. https://doi.org/10.1007/s11553-023-01049-0

     

Buchbeiträge

  • Voß, Gunnar; Hajji, Rahim; Schäfer, Jessica; Müller, Lena Michelle (2025). Lernpfade als Instrument zur ko-kreativen Gestaltung und Evaluation von Lehr-Lernangeboten im Rahmen des Design-Based Research-Ansatzes. In: Jörissen, Jörg; Möller, Daniela; Grein, Martina; Kopczynski, Sascha; Peters, David (Hrsg.): Evaluation von Studium und Lehre ko-kreativ gestalten. S. 61–78. Münster: Waxmann. https://doi.org/10.31244/9783818850463
  • Merkle, Anne F.; Mählitz-Galler, Elke; Voß, Gunnar; Bönninger, Yvonne; von Velsen-Zerweck, Beate; Herzog, Michael A. (2025). Kooperationsformate zwischen Hochschule und Praxis ko-kreativ entwickeln. Gestaltung und Evaluation einer digitalen Unterstützungsstruktur. In: Jörissen, Jörg; Möller, Daniela; Grein, Martina; Kopczynski, Sascha; Peters, David (Hrsg.): Evaluation von Studium und Lehre ko-kreativ gestalten. S. 79–89. Münster: Waxmann. https://doi.org/10.31244/9783818850463
  • Hajji, Rahim; Pollak, Simone; Voß, Gunnar; Scorna, Ulrike; Schäfer, Jessica (2023): Health inequality, working conditions in dual vocational training and educational inequality – An analysis using categorical principal components analysis and hierarchical cluster analysis. In: Barth, Alice; Leßke, Felix; Atakan, Rebekka; Schmidt, Manuela; Scheit, Yvonne (Hrsg.): Multivariate scaling methods and the reconstruction of social spaces: Papers in honor of Jörg Blasius. S. 106–130. Opladen: Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/jj.7330043.9
  • Voß, Gunnar; Hajji, Rahim; Scorna, Ulrike (2023): Potenziale und Herausforderungen von E-Learning zur Minderung von Prüfungsangst am Beispiel der Hochschule Magdeburg-Stendal in Zeiten von Corona–Ansätze für das Gesundheitsmanagement an Hochschulen. In: Dockweiler, Christoph; Stark, Anna Lea; Albrecht, Joanna (Hrsg.): Settingbezogene Gesundheitsförderung und Prävention in der digitalen Transformation. S. 125–152. Baden-Baden: Nomos. https://doi.org/10.5771/9783748913641-125
  • Brandt, Klaas; Scorna, Ulrike; Voß, Gunnar; Hajji, Rahim (2022): Innovative, digitale Lehr-/Lernsettings mit Design Based Implementation Research entwickeln: Vorgehensweise und erste Erfahrungen. In: Henning, P. A., Striewe, M. & Wölfel, M. (Hrsg.), 20. Fachtagung Bildungstechnologien (DELFI). S. 217–218. Bonn: Gesellschaft für Informatik e.V. https://doi.org/10.18420/delfi2022-039

Internationale Studien deuten darauf hin, dass Studierende in hohem Maße und in vielfältiger Weise von psychischen Problemen betroffen sind. Insbesondere die Eintrittsphase in das universitäre Setting ist mit zahlreichen Umbrüchen im Leben Studierender verknüpft, die teils mit psychischen Belastungen einhergehen.
Die Gründe der Bedeutungszunahme psychischer Gesundheit bzw. Krankheit lassen sich in individuellen, interpersonalen und institutionellen Faktoren unterteilen. Während individuelle und interpersonelle Faktoren bei Studierenden gut untersucht sind, sind jedoch die Bedingungskonstellationen, die im Zusammenspiel individueller Dispositionen und institutioneller Rahmenbedingungen das Auftreten psychischer Probleme/Erkrankungen begünstigen, weitgehend ungeklärt. Mit institutionellen Rahmenbedingungen sind Hochschulstrukturen sowie Regeln und Normen des wissenschaftlichen Feldes, aber auch Eigengesetzlichkeiten der Lebenswelt Studium angesprochen. Zu Veränderungen auf der Hochschulebene sind seit der Bildungsexpansion die Bildungs- und Studienreformen der 1970er und 1980er Jahre und die Etablierung der Reformuniversitäten zu nennen sowie aktuell die Modularisierung der Studiengänge (Bologna-Prozess), ebenso wie die Formalisierung, Konkurrenz- und Marktorientierung der Hochschulstrukturen, in denen wissenschaftliche Forschung, Lehre und Studieren reguliert werden.

Während die Hochschulforschung das gesundheitswissenschaftliche Thema der psychischen Gesundheit Studierender mit vergleichsweise geringer analytischer Tiefe in den Blick nimmt, erweist sich anders herum die Befundlage der Gesundheitsforschung als zu wenig sensibel für die Besonderheiten der Population der Studierenden. So finden sich Studien, die durchaus Aussagen zu den Studienbedingungen ermöglichen, wie NEPS (nationales Bildungspanel), die jedoch vergleichsweise wenige Indikatoren der gesundheitlichen Lage, v.a. der psychischen Gesundheit, erlauben (FDZ‐LIfBi 2024). Andere Studien, die genaue Aussagen zur gesundheitlichen Verfassung und auch zur psychischen Gesundheit ermöglichen, wie beispielsweise die NAKO-Studie (nationale Gesundheitsstudie) oder das sozioökonomische Panel (SOEP) untersuchen die Hochschulstrukturen nicht und könnten diese damit nicht in Bezug setzen.

An dieser Problematik wird die Notwendigkeit einer interdisziplinären Kooperation von Hochschulforschung und Gesundheitsforschung deutlich, die mit dem hier vorgeschlagenen Projekt umgesetzt werden soll. Im Ergebnis dieser Kooperation will das Projekt dazu beitragen, wichtige Lücken der Forschung zu schließen, damit sowohl kurz- und mittelfristig bedeutsames Anwendungswissen herstellen, als auch langfristig zu einer Verfeinerung der bislang eingesetzten Methoden in diesem Forschungsbereich beitragen.

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Ziel des mit ca. 3 Mio. € vond er Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderten Einzelprojekts "h²d² - didaktisch und digital kompetent Lehren und Lernen" der Hochschule Magdeburg-Stendal ist die Konzeption, Erprobung und nachhaltige Verankerung innovativer didaktischer Formate unter Einsatz digitaler Tools und Technologien in Studium und Lehre. Dazu gehört z.B. die digitale Unterstützung von Selbstlernphasen, zur fexibleren (Selbst-)Gestaltung des Studiums, aber auch der Einsatz innovativer Technologien wie z.B. Virtual und Augmented Reality zum Erwerb digitaler Kompetenzen im Studium.


Die Anforderungen an die Digitalisierung ergeben sich dabei aus den Lern- und Bildungszielen des im Projekt vertretenen unterschiedlichen Studiengänge bzw. Studienfächer. So gestaltet sich der didaktisch sinnvolle Einsatz digitaler Technologien in einem Ingenieursstudiums wie z.B. dem Bauingenieurwesen anders, als der didaktisch sinnvolle Einsatz digitaler Technologien in Studienfächern z.B. der Humanwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften oder dem Design.


Um dies zu berücksichtigen, stehen im Zentrum des Innovationsprojekts vier Lehr-Lern-Labore (das Mathematik-Statistik-Lab, das qualitativ_diskursiv_digital-Lab, das XperMaker-Lab und das PraxisInnovation-Lab), die jeweils themenspezifische Herausforderungen in Studium und Lehre adressieren. Unter aktiver Einbindung von Lehrenden und Studierenden werden in den Laboren neue Ansätze entwickelt, die Didaktik und Digitalisierung in Blended-, Hybrid- und Online-Formaten sinnstiftend verbinden.In Kooperation mit dem fünften, im Querschnitt angelegten Labor (E-Value-Lab), wird die Erprobung der Formate dann wissenschaftlich begleitet. Gewonnene Erkenntnisse werden dann zur Weiterentwicklung der Formate und zur Übertragung der Innovationen in andere Kontexte verwendet.


Regelmäßige Austauschformate unter Beteiligung von Studierenden, Lehrenden und Hochschulmitarbeitenden zu Fragen guter Lehre sollen zudem den aktiven Dialog zum Thema Didaktik und Digitalisierung innerhalb der Hochschule stärken und einen strukturierten Austausch über die Organisationsebenen hinweg sichern. Zugleich wird so die Arbeit der Labs a) miteinander verschränkt, b) im Sinne des Leitbilds der Hochschule und der "Leitlinien Lehren Lernen" gesteuert und weiterentwickelt und c) der Wissenstransfer in die Hochschule und die deutsche und internationale Wissenschafts- und Hochschullandschaft hinein unterstützt.

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Letzte Änderung: 16.02.2026 -
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